Geschichte hautnah erleben: »Leuchtende Freiheit" begeistert Schülerinnen und Schüler in Leipzig
Anfang April war das Kunstkraftwerk Leipzig Schauplatz einer besonderen Begegnung: Oberbürgermeister Burkhard Jung und die Bürgerrechtlerin und Ehrenbürgerin der Stadt Leipzig, Gesine Oltmanns, besuchten gemeinsam die immersive Ausstellung »Leuchtende Freiheit" – und traten dabei in einen lebhaften Dialog mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10A des Friedrich-Arnold-Brockhaus-Gymnasiums Leipzig.
Die multimediale 360°-Ausstellung im Kunstkraftwerk macht die Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989 in Leipzig auf eindrucksvolle Weise erlebbar: Originalbilder, historische Tondokumente und Zeitzeugenberichte schaffen ein emotionales, multisensorisches Erlebnis, das Themen wie Mut, Zusammenhalt und das Ende der Diktatur lebendig werden lässt. Seit Oktober 2025 ist das Angebot exklusiv für Schulklassen geöffnet – kostenfrei für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte.
Sachsenweite Resonanz und bundesweites Interesse
Das Angebot stößt auf großes Echo: Im Rahmen einer sachsenweiten Ausschreibung haben bereits zahlreiche Klassen aus ganz Sachsen und darüber hinaus aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Programm teilgenommen. Aktuelle Termine sind noch bis Juni 2026 buchbar. Schulen, die diese außergewöhnliche Lernmöglichkeit nutzen möchten, sollten sich zeitnah anmelden.
Ausgezeichnete Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bezug zu '89
Die Klasse 10A des Friedrich-Arnold-Brockhaus-Gymnasiums brachte dabei nicht nur Neugier, sondern auch eigene historische Expertise mit: Im vergangenen Jahr hatte die Klasse mit ihrem Projekt »Erzählte Wirklichkeit – Der Herbst 1989 in Leipzig" beim renommierten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sowohl den Gruppenpreis als auch einen Förderpreis für den Freistaat Sachsen gewonnen. Die Auseinandersetzung mit dem Herbst 1989 ist für diese jungen Menschen also keine abstrakte Schulaufgabe – sie ist gelebte Erinnerungsarbeit.
Die Begegnung mit Oberbürgermeister Jung und Gesine Oltmanns hinterließ sichtlich Eindruck: Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich nicht nur interessiert, sondern auch emotional bewegt – ein Zeichen dafür, wie kraftvoll diese Art der Geschichtsvermittlung wirkt.
»Warum ist die Beschäftigung mit '89 auch heute noch wichtig?"
Diese zentrale Frage stellte Oberbürgermeister Jung den jungen Menschen – und gab selbst eine klare Antwort:
»Ich finde es so wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler aus heutiger Perspektive mit den Ereignissen von 1989 und dem Weg dahin beschäftigen, damit wir erkennen, wie Freiheit, Demokratie, Vielfalt, eine bunte Gesellschaft in Offenheit immer wieder auch verteidigt werden muss – gegen Demokratieskepsis, gegen Ausschließen, gegen die Verletzung der Menschenwürde. Ich glaube, das ist auch das Erbe von '89, was man immer wieder transportieren muss.
Es rührt mich zutiefst, die Bilder hier zu sehen. Und es bewegt mich zutiefst, wenn junge Menschen daraus ableiten: Komm, lasst uns diese Demokratie, diese Freiheit verteidigen."
— Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Jetzt Termin buchen
Schulklassen ab Klassenstufe 9 aller Schulformen können die Ausstellung montags und dienstags in 120-minütigen Besuchsblöcken erleben. Termine sind online buchbar unter kunstkraftwerk-leipzig.com. Das Angebot läuft noch bis Sommer 2026.